Bio

49 Jahre

Wohnort: Brigittenau

  • Geboren 1961 in Berlin, aufgewachsen in München und Bregenz, in Wien seit 1984
  • Abgeschlossene Studien: Politikwissenschaft und Philosophie
  • Berufliche Tätigkeit: Büroleiter im Bundesbüro der Grünen Bildungswerkstatt
  • Politische Sozialisation: Anti-AKW-Bewegung, Friedensbewegung, Hainburg
  • Außerparteiliches Engagement: Bürgerinitiativen gegen Baumfällungen am Donaukanal (1998) und zur Rettung des Hannovermarktes (2000/01)
  • Grünes Engagement: BG 20 seit 2000, BK-, LK-, und Buko-Delegierter (bis 2005), Bezirksrat (seit 2004), Bezirksprecher (seit 2008)



Meine Bewerbung

Bei uns im 20. Bezirk spitzt sich einiges zu, was allgemein an gesellschaftlichen Problemen virulent ist. Meine Motivation, diese Plattform zu nutzen speist sich weniger aus dem Willen, mein Basiswapplertum aufzugeben und in den Genuss der höheren Weihen eines GR-Mandats zu kommen, sondern vielmehr daraus, dass diese Probleme benannt werden und auf die Wahlkampfagenda der Wiener Grünen kommen. Mit einfachen Antworten wirds nicht getan sein, denn etwa bei der Problematik rund um das geplante islamische Zentrum in der Dammstraße tut sich einiges an Widersprüchen auf. Selbstverständlich treten wir vehement gegen die menschenverachtende Hetze rechter Kreise gegen unsere muslimischen MitbürgerInnen auf, selbstverständlich treten wir für das Recht auf freie Religionsausübung ein. Aber wie verhindern wir gleichzeitig, als Anwalt einer bestimmten Religionsgemeinschaft wahrgenommen oder vereinnahmt zu werden? Stehen wir als Partei, die auf der Trennung von Religion und Staat besteht, nicht auch aus guten Gründen dem Konkordat bzw. der katholischen Kirche sehr kritisch gegenüber? Und wie gehen wir mit den Ängsten um, die ein solches Zentrum bei nicht wenigen AnrainerInnen - ob nun berechtigt oder nicht - verursacht? Was antworten wir Eltern, die uns Grünen vorwerfen unsere Kinder auf Privatschulen zu schicken während die ihren in öffentliche und vorwiegend migrantisch geprägte Schulen gehen müssen? Zum Glück gibts Probleme in Wien, die zwar arg, aber leichter anzugehen sind. Wie etwa das "kleine Glücksspiel", das in die Landesgesetzgebung fällt und deshalb in Wien verboten werden könnte und müsste. Warum? Weil es ein enormes Suchtpotential hat, Existenzen ruiniert und ganze Viertel veröden lässt. Denn wo Beisln und Geschäfte sterben folgen die Spiellokale, deshalb weg damit!