Bio

50 Jahre

Wohnort: Ottakring

  • Aufgewachsen in der Inneren Stadt
  • VS Börsegasse, 1970 bis 1976 BRG Schottenbastei, 1976 bis 1978 BRG Sperlgasse, anschließend BWL Studium an der WU
  • Daneben und dazwischen Jobs u.a. in Büros, im Fremdenverkehr etc.
  • Mutter von zwei erwachsenen Töchtern
  • Seit 1988 freie Journalistin (u.a. Volksstimme, Presse, "Konsument"). Themenschwerpunkt alles rund um die Landwirtschaft wie z.B. alternative Energien, Umwelt, Ernährung. Weitere Themen: Immobilien, Finanzprodukte. Noch druckfrisch ein Buch über Essen mit Kindern.
  • Seit 2003 bei den Grünen, seit 2005 Bezirksrätin in der Inneren Stadt.

Meine Bewerbung

Ich möchte mich als Gemeinderätin dem öffentlichen Raum widmen.

Der öffentliche Raum kann Menschen durchschleusen oder Begegnungsort sein.

Er kann ungemütlich, laut und zugig sein oder einladen zum Verweilen, zum miteinander Reden, zum aufeinander Zugehen.

Er kann Menschen ausgrenzen. Etwa wenn sie nicht (mehr) so gut zu Fuß sind, nicht (mehr) so gut hören oder sehen, wenn sie Kinderwägen schieben oder wenn sie die Kinderwägen gerade verlassen und beginnen, den Straßenraum für sich zu erforschen.
Die Nutzung für diese Gruppen kann aber auch erleichtert werden, etwa durch großzügige Gehsteige, die nicht vollgeräumt sind, durch Straßenecken, die nicht zugeparkt sind, durch Aufzüge und andere Hilfen, mit denen große Steigungen leichter bewältigt werden können, durch Wohnstraßen oder Konzepte wie Begegnungszonen oder Shared Space.

Der Straßenraum steht in vielerlei Nutzungskonflikten: Baum oder Parkplatz? Parkplatz für Autos oder für Fahrräder? Bankerl oder Imbissstand? Ruhe oder Bewegung? Schanigarten für zahlende Gäste oder Enzis (So heißen die Sitzmöbel im Museumsquartier) für alle?

Und der Straßenraum zeigt, was gerne verdrängt wird: Wien hat Randgruppen. Anstelle von Verdrängung braucht es für diese Menschen (mehr) Aufenthaltsräume, (mehr) Betreuungseinrichtungen. Und diese 24h lang!

Nicht zuletzt wird im öffentlichen Raum deutlich, dass Wien zunehmend in verschiedene Ethnien zerfällt, die nebeneinander - im schlimmsten Fall auch gegeneinander - leben. Doch gerade der öffentliche Raum bietet hier Möglichkeiten gegenzusteuern, etwa mit gemeinsamen Projekten im Viertel, mit Parkbetreuung nicht nur für Kinder und Jugendliche, mit Grätzelfesten.

Ja, im öffentliche Raum gibt es viele Aufgaben. Ich möchte dazu beitragen, sie zu lösen.