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Klaus Werner-Lobo
Schwerpunkte: Wirtschaft, Soziales, Demokratie & Menschenrechte
Auf gute Nachbarschaft! Mehr Demokratie - Transparenz, solidarisches und ökologisches Handeln für die Weltstadt Wien.
Bio
42 Jahre
Wohnort: Leopoldstadt
- Studium Umweltbiologie, Romanistik und Germanistik in Wien, Schauspiel in Rio de Janeiro
- 1995-2000 Sprecher des Ökologie-Instituts
- Freier Journalist für Falter, profil, Standard, taz, Welt am Sonntag u.a.
Bücher:
- Prost Mahlzeit – Essen und Trinken mit gutem Gewissen
- Schwarzbuch Markenfirmen - Die Machenschaften der Weltkonzerne
- Schwarzbuch Öl
- Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis
Der „Spiegel“ zählt Klaus Werner-Lobo neben Naomi Klein, Noam Chomsky, Michael Moore und Jean Ziegler zu den „Stars der alternativen Globalisierung".
erschreckt morgen um 11 Uhr im Großen Saal des Palais Auersperg kleine und große Kinder http://bit.ly/954S5c
gestern um 23:48 von olobo
Fragen & Antworten
Was ist deine Motivation dich im Rahmen der Wiener Grünen politisch aktiv zu engagieren?
Als zivilgesellschaftlicher Aktivist, Autor und Vortragender über Globalisierungsthemen weiß ich, dass Demokratie, soziale Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung und Respekt gemeinsam erstritten werden müssen, indem man die Bedürfnisse und Träume, aber auch Nöte und Konflikte der Menschen wahrnimmt und Alternativen bietet. Dafür kämpfe ich, dafür will ich Grüne Mehrheiten für Wien erkämpfen.
Was sind die bestimmenden Herausforderungen für Wien in den nächsten 10 Jahren?
Wien droht, zwischen der Arroganz der Macht und der ressentimentgeladenen Hetze aufgerieben zu werden. Gegen Autoritarismus und Angstmache hilft nur die Erfahrung, dass Einmischung und Mitgestaltung die persönliche Umwelt und Lebensperspektive verbessern. Daher geht es um Demokratisierung aller Ebenen, Rückgewinnung öffentlicher Räume und das Aushandeln von Interessen und Konflikten auf Augenhöhe.
Was ist deine ungewöhnlichste/innovativste Idee die Herausforderungen zu bewältigen?
1. Partizipatives Budget nach Vorbild von Porto Alegre & Sevilla 2. Aufbau einer „Akademie für gute Nachbarschaft“ f. Verbindungsleute und Anlaufstellen (Beisln, Jugend- & Kulturzentren, HausmeisterInnen, Initiativen etc.) im Grätzel 3. Open Government: Freier Zugang zu behördl. Entscheidungsprozessen & Wissen 4. Fairer & ökologischer Handel, Produkttransparenz für öffentl. und privaten Konsum
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Martin Szongott fragte 2.10.2009
Hi, empfehle dir dich auf studivz und facebook zu reggen und wenn du dort bist, können wir uns über dein Zitat im Standard unterhalten, wenn du willst. ;-) Wegen der 15 %. LG Martin
Welches ist die bedeutendste Idee, die zu bereits erstitten/durchgesetzt/realisiert hast? Wer hat dir dabei geholfen? Wie seid ihr vorgegangen? Welche Schwierigkeiten gab es?
Also die bedeutendste im Sinn von wirksamste (weil es viele Menschen z.T. zum ersten Mal politisiert hat und ich von zahlreichen Initiativen und Aktionen weiß, die daraufhin gegründet wurden) war sicher das Schwarzbuch Markenfirmen, das von hunderttausenden Menschen in aller Welt gelesen wurde und infolgedessen ich an internationalen Sozialforen und Veranstaltungen gegen die neoliberale Globalisierung der Konzerne teilnehmen konnte. Geholfen hat mir dabei natürlich mein Koautor Hans Weiss, aber vor allem Menschen und zivilgesellschaftliche Gruppen rund um den Globus, die mich mit Hinweisen und Material versorgt bzw. mich eingeladen haben, mich vor Ort an ihren Kämpfen gegen Ausbeutung und Zerstörung zu beteiigen.
Was will ein Spiegel-"Star der alternativen Globalisierung" im Wiener Rathaus, ist das nicht eine Nummer zu klein?
Ich nehm an du beziehst dich darauf was einer der sich mit Globalisierung beschäftigt im Wiener Gemeinderat erreichen will. Das war auch eine der ersten Fragen die ich mir vor meiner Kandidatur gestellt habe. Und ich hab sie für mich so beantwortet, dass sich die Dinge, die mich bewegen - globale Gerechtigkeit, Vielfalt, Respekt gegenüber anderen und den ökologischen Grenzen - in den städtischen Zentren kristallisieren. Sowohl als "Problem" (Verteilungskämpfe, Migration, Konflikte um öffentliche Räume, Kulturen, Lebensweisen) als auch im Bereich der Lösungsansätze: Der alte Sager "think global, act local" hat schon was für sich, und eines meiner Lieblingsanliegen, nämlich Menschen zu Engagement, Solidarität, Respekt und demokratischer Partizipation zu ermutigen, ist natürlich nirgends so leicht erfahr- und umsetzbar wie auf lokaler Ebene. Etwas ausführlichere Gedanken dazu habe ich mir hier gemacht, würde mich sehr interessieren was du davon hältst: http://klauswerner.com/2009/09/herausforderungen-fur-die-weltstadt-wien. Außerdem gibt's noch eine ganz persönliche Motivation, die auch nicht zu vernachlässigen ist: http://klauswerner.com/2009/09/meine-motivation-mich-fur-die-wiener-grunen-zu-engagieren/ Lg Klaus


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