Bio

40 Jahre

Wohnort: Landstraße

  • Seit 2005 Stadträtin
  • Frauen-, Europa-, Arbeitsmarktsprecherin
  • Vorstand der Europ. Grünen; EU-Gender-Arbeitsgruppe und Loacal Councillors
  • WAFF-Kuratorium, Geschäftsleitung Städtebund, Verband Öffentlicher Wirtschaft
  • 2001-2005 Gemeinderätin und stv. Klubobfrau Grüne Wien
  • 1995 - 2001 Europareferentin im Grünen Parlamentsklub; Landessprecherin der Wiener Grünen
  • 1994 Europaexpertin im Bundeskanzleramt, Beraterin der Frauenministerin; Mitglied des Beratenden Ausschusses für Chancengleichheit bei der EU-Kommission; Unilektorin
  • 1988-1992 Studium Wirtschaftsinformatik, TU Wien

Fragen & Antworten

Was ist deine Motivation dich im Rahmen der Wiener Grünen politisch aktiv zu engagieren?

Für mich endet Wienpolitik nicht an der Stadtgrenze. Antifaschismus und Feminismus sind meine Sozialisation, Europapolitik meine Leidenschaft. Die Potentiale der Grünen im linksalternativen Spektrum sind lange nicht ausgeschöpft. Ich will die Wiener Grünen zu DER politisch alternativen Kraft Österreichs und der Europäischen Grünen machen.

Was sind die bestimmenden Herausforderungen für Wien in den nächsten 10 Jahren?

Die größte Herausforderung für Wien ist die Wahrung sozialer Stabilität in einem deregulierten Europa. Schaffung existenzsichernder Arbeitsplätze, Sicherung öffentlicher Dienste, offene Grenzen. Die Europawahlen haben gezeigt: Für die Grünen ist noch viel mehr drin. Unsere Potentiale auszuschöpfen wird uns durch Vielfalt der Ideen, Wahrung von Grundsätzen und einer offenen Partei gelingen.

Was ist deine ungewöhnlichste/innovativste Idee die Herausforderungen zu bewältigen?

Die Systemkrise erfordert eine nachhaltige Umverteilung von (bezahlter und unbezahlter) Arbeit, Zeit und Einkommen. Ich trete für eine gesetzliche Arbeitszeitverkürzung auf mind. 30 Wochenstunden ein. Damit wird Lebensqualität erhöht, Arbeitsplätze geschaffen und Einkommen zwischen Frauen und Männern gerechter verteilt. Schluss mit nicht existenzsichernder Teilzeit und prekärer Beschäftigung!

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mr_fischer fragte 2.10.2009

Interesant, dass Sie mir vorschreiben möchten, welche Fragen ich an Sie richten darf und welche nicht.

mr_fischer fragte 2.10.2009

Seien Sie unbesorgt, als Grüner Unterstützer darf ich dank einer von Ihnen mitbeschlossenen Statutenänderung an Ihrer Zulassung zur dritten Kandidatur ohnedies nicht mitstimmen.

alfi fragte 2.10.2009

Wie willst du die Arbeitszeitverkürzung auf mindestens 30 Wochenstunden durchsetzen? Welcher Zeithorizont schwebt dir vor? Wer wird dich unterstützen?

 
Monika Vana
Monika Vana antwortete 2.10.2009

Lieber Alfi! Danke für die Frage zur Arbeitszeitverkürzung. Potentielle BündnispatnerInnen sind für mich die Gewerkschaften, Teile der SPÖ (mal sehen, wie sich die entwickelt; AZV geht sicher nur unter Rot-Grün) und ExpertInnen (auch internationale, wo Einigkeit darüber beteht, dass eine langfristige Umverteilung des "Arbeitsvolumens" nur durch generelle Reduktion von Arbeitszeit möglich ist). Der Zeithorizont ist sicher eine Legislaturperiode, 1. Schritte wären aber zB eine Reduktion der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit (liegt in Österreich über 45 Stunden und über dem EU-Schnitt), also eine Reduktion der Überstunden. Wichtig ist, dass gleichzeitig aktive Lohnpolitik gemacht wird: Mindestlöhne, Einbeziehung aller Berufe in einen Kollektivvertrag, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit u.a. Herzliche Grüße Monika

 
mr_fischer fragte 1.10.2009

Warum sind 8 Jahre Rathaus nicht genug? Würde Sie jemand vermissen? Würden Sie jemanden abgehen?

 
Monika Vana
Monika Vana antwortete 2.10.2009

Sehr geehrter Herr Fischer! Ich hoffe, Sie bekommen diese Antwort nicht 2mal, denn das System ist einmal abgestürzt und ich schreibe hiermit zum 2.mal. Wie Sie vielleicht wissen, bin ich nicht nur "8 Jahre im Rathaus" gewesen, wie Sie es ausdrücken, zuerst als Gemeinderätin und Frauensprecherin, dann als Stadträtin, sondern auch höchst aktiv bei den Europäischen Grünen und in der Bundespolitik (von der Geschäftsleitung des Städtebundes bis zum Vorstand des VÖWG und den Österreichischen Frauenring). Kommunalpolitik endet nicht an der Stadtgrenze. Ich denke generell, dass Politik ein Handwerk ist, bei dem es auch um Erfahrung geht, insb. bei der Durchsetzung konkreter Projekte aus der Opposition heraus (zB der Koppelung der Auftragsvergabe an Frauenförderung, ein von mir durchgesetztes rot-grünes Projekt). Elan und Motivation und va Durchsetzungsvermögen schwinden nicht generell mit der Anzahl der Legislaturperioden. Bei den Wiener Grünen gibt es MandatarInnen, die bereits weitaus länger als ich im Klub sind, wie zB Christoph Chorherr und Maria Vassilakou, die Frage wäre daher auch an sie und etliche andere Wiener Grüne zu richten. Ich denke, ein optimaler Klub besteht aus einem Mix aus erfahrenen MandatarInnen und "Neuen" - wobei die sog. "Neuen" im Klub auch meist jahrelange Erfahrung in der Bezirkspolitk oder bei Teilorganisationen aufweisen. Mfg Dr. Monika Vana

 

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