Bio

50 Jahre

Wohnort: Döbling

  • geb. in Wien 17
  • VS, HS Wien 21,
  • TGM Betriebstechnik, maturiert im heutigen WUK
  • Volkswirtschaftsstudium hat gegen die „Gegen-Zwentendorf-Agitation“ verloren
  • Software für Betriebsführung entwickelt, vermarktet, verkauft, eingeführt
  • 1997 eigenes Softwareunternehmen gegründet + 10 Mitarbeiter als ÖKO-Chef permanent genervt :-)
  • CabarERP-tist
  • aktiver Sponsor Integrationshaus
  • Vorstand des Technologenverbandes + TGM-Kuratorium
  • Stv. Landesgeschäftsführer des Verbandes der Wirtschaftsakademiker
  • Mitglied + Kandidat Grüne Wirtschaft 2010

Fragen & Antworten

Was ist deine Motivation dich im Rahmen der Wiener Grünen politisch aktiv zu engagieren?

Weil ich immer schon im kleinen Rahmen Grün aktiv bin. Weil Menschen die mich kennen mir Mut zugesprochen haben doch auch im größeren Rahmen tätig zu werden. Weil ich die Anliegen hinter denen ich stehe mit Emotion und Überzeugung vertrete! Weil ich ihn Wien lebe und irgendwo muss man ja anfangen die Welt zu verbessern? Daheim in Wien drängt sich einfach auf!

Was sind die bestimmenden Herausforderungen für Wien in den nächsten 10 Jahren?

Wien steht vor den selben Herausforderungen wie jede Großstadt: sterbende Stadtkerne durch global gleichgeschaltete Geschäftstraßen und Shoppingzentren vor der Stadtgrenze, Armen- und Reichen-Ghettobildung verstärkt Vorurteile und erhöht Spannungen, Zuzug, Integration, Vorurteile, Ängste, die Anonymität in der Masse erleichtert Verbrechen, Verhetzung, Verkehrsinfarkt, Isolation in der Masse

Was ist deine ungewöhnlichste/innovativste Idee die Herausforderungen zu bewältigen?

Privatschulen verbieten und bessere öffentlichen Schulen. Schulische Nahversorgung reduziert Verkehr! Privaten öffentlichen Verkehr: Fahrerlose Ministraßenbahnen werden via Handy/Web bestellt und fahren DIREKT von A nach B. Die schwachsinnige Diskussion über die Ladezeit von Elektroautos durch genormte Batterien, wo man nur die Ladung kauft beenden! Shoppingkreisverkehre verbieten!

 

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Andreas Lindinger fragte 13.11.2009

Lieber Michael! Welche infrastrukturellen Adaptierungen wären für die von dir beschriebenen flexiblen, fahrerlosen Ministraßenbahnen notwendig und gibt es Städte, wo solche Systeme bereits angedacht oder implementiert sind? Danke! Lg Andi

 
Michael Schober
Michael Schober antwortete 13.11.2009

Lieber Andreas, zur Infrastruktur: Als erstes bestehende Gleiskörper verwenden! (so wie die Tramwaymuseumsfahrten) - nicht alles sofort ändern! Wien hat gottseidank noch sehr viele Gleise! Die Fahrzeuge selbst sollten weitestgehnd alleine fahren können (Sensoren, Kameras zur Unfallvermeidung etc.) Um das auszuarbeiten würde ich als Stadt Wien von Studenten eine Machbarkeitstudie für Wien mit einem Phasenplan erstellen lassen. Zum wo schon vorhanden: Wenn Du zB in Kopenhagen in die UBahn steigst, wirst Du feststellen es gibt KEINEN Fahrer! Wenn Du das GM-Motorenwerk in Aspern besichtigtst, dann fahren dort auf Induktionsschienen (Also im prinzip Drähte die im Bodeneingelassen sind) wägelchen, die das Material transportieren. Fast alle Seilbahnanlagen sind mittlerweile draufgekommen, dass es besser ist kontinuierlich in 6er oder 8er Kabinen zu befördern als alle 20 Minuten eine 100er Kabine. Witzigerweise war im gestrigen Standard ein Artikel über Autos die selbst fahren, während der Fahrer nur mehr drinnen sitzt (leider nur auf der Autobahn, was m.E. der falsche Ort ist). Aber die technische Grunddee dahinter ist sehr ähnlich: http://derstandard.at/fs/1256744625335/Mit-Sartre-auf-der-Autobahn-von-morgen Die Blogs dazu zeigen leider wie immer, das menschliche Dilemma: Es ist immer wesentlich leichter und billiger eine Idee kaputt zu reden (heute eben Blogen) als daran mitzuwirken sie zu verbessern und zu verwirklichen. Aber allein die Tatsache, dass die Frager auf DIESER Plattform konstruktiv sind und sich auch mehrheitlich mit Namen zu ihren Worten bekennen bestätigt mir wieder einmal, warum ich mich bei den Grünen wohl fühle!

 
Stefan Mackovik fragte 9.11.2009

Bist Du dafür, dass sich die Grünen ENDLICH auch verstärkter ausserhalb des Gürtels stark machen? Bisher überlassen Sie ja die grossen Gemeindebauten AUSSCHLIESSLICH FPÖ und SPÖ und gelten viel zu sehr als Kopf-, und viel zu wenig als Herzpartei.

 
Michael Schober
Michael Schober antwortete 10.11.2009

Hallo Stefan! Ja, ich bin dafür, das sich die Grünen überall stark machen also auch dort wo ich aufgewachsen bin: Im Gemeindebau! Ich habe keinerlei Berührungsängste. Seit damals hat sich dort viel verändert und es ist sicher nicht einfacher geworden. Es gibt zahlreiche Grüne, die im Gemeindebau schon aktiv sind. Aber so wie Du es wahrnimmst wahrscheinlich zu wenige oder nicht ausreichend sichtbar - was wir also brauchen sind viele viele unermüdliche helfende Hände, die alle diese Flecken aufsuchen und diese so Grün wie möglich machen. Deshalb bitte um Deine Antwort außerhalb dieses Plattform (weil hier nicht diskutiert werden soll): Was würdest/kannst Du in dieser Sache machen und beitragen? Oder hast Du schon was unternommen?

 
Open-ID User 1 fragte 8.11.2009

Gesetzt den Fall, die SPÖ verliert die absolute Mehrheit im Gemeinderat: Welche Taktik sollten die Grünen deiner Meinung nach dann einschlagen?

 
Michael Schober
Michael Schober antwortete 8.11.2009

Der Verlust der absoluten Mehrheit der SPÖ sagt noch nichts über die gesamte Verteilung der Stimmen aus! Fall 1: Die Grünen haben mehr als 50% dann ist die Antwort auf Deine Frage wohl klar. Daran und dafür sollten wir Grünen und damit meine ich wirklich ALLE intensiv denken und arbeiten! ... und wenn es bei dieser Wahl für eine Grüne-Absolute noch nicht reicht, dann gilt für alle anderen Fälle: Eigene Standpunkte innerhalb der Grünen definieren, gut zuhören, Verhandlungen führen - und dann entscheiden. Meine Meinung: Ich halte es für taktisch unklug vor der Wahl schon die Nachwahltaktik öffentlich zu publizieren oder laut darüber zu denken. Die Grünen haben viele viel gute Köpfe und auch Kraft um sowohl in einer Regierungsbeteiligung aber auch als Opposition positive Initiativen für Wien zu setzen und umzusetzen. ABER eigentlich will ich darüber gar nicht nachdenken. Wer heute schon über die Taktik nachdenkt, was die Grünen als 2., 3. oder ganz schlimm als 4. machen sollen, der wird auch im Wahlkampf genau so agieren ... Anm: Ich höre und lese schon die Schlagzeilen :-) : "realitätsfremder, unbekannter Michael Schober tritt bei Grünen um Platz 1 an und will Grüne Absolute in Wien!" etc. - aber keine Sorge: - unbekannt ja, - realitätsfremd nein Mehr Details dazu am 15. November ...