Die SPÖ wird die Absolute verlieren, aber das vorrangige Ziel muss sein, dass die Grünen dazu gewinnen und endlich auch bei den Jungen punkten und diese nicht dem rechten Lager überlassen. Mit einem deutlich Grünen Wahlergebnis können wir auch Grüne Politik umsetzen! Es liegt dann an der SPÖ mit wem sie eine Regierung eingehen will- entweder weiter in Richtung eigenem Untergang mit dem rechten Lager, das Lösungen damit setzt zu polemisieren, menschenverachtende Gesetze zu beschließen, soziale Ausgrenzungen zu praktizieren und nationalistische Parolen zu schwingen. Oder mit uns Grünen! Dann muss sich die SPÖ aber darauf einstellen, dass die gesellschaftlichen Herausforderungen bearbeitet werden, nachhaltige Grüne Politik gemacht werden muss, die Freunderlwirtschaft ein Ende hat und auf ein solidarisches und ökologisches Wien hin gearbeitet wird! Es gibt beide Lager in der SPÖ, aber erst nach dem Wahltag werden wir wissen, ob und was die SPÖ daraus gelernt haben wird. Auf Grund der Reaktionen nach den letzten Wahlniederlagen bin ich allerdings nicht sehr zuversichtlich, da mein Eindruck ist, dass man in unserem Land bald nicht mehr weiß, welche Partei weiter rechts steht. In einer Regierung gibt es in jedem Fall mehr Möglichkeiten, zu gestalten, und mir ist auch bewusst, dass es dann Kompromisse geben wird, aber eben nicht um jeden Preis. Es muss von der SPÖ deutliche Änderungssignale zu ihrer bisherigen Linie geben und die Bereitschaft, sich den wichtigen Themen zu stellen und an beherzten Lösungen zu arbeiten, um Wien zu einer weltoffenen, solidarischen und ökologischen Vorbildstadt zu gestalten.
Bio
44 Jahre
Wohnort: Alsergrund
- 1965 in Wien geboren und aufgewachsen
- verheiratet, getrennt lebend, zwei Töchter
- Alternativpädagogin
- Lebens- und Sozialberaterin
- seit 2000 aktiv bei den Grünen
- seit 2006 Klubobfrau am Alsergrund – Finanzen, Bildung, Kultur
- von 2002 bis heute diverse Funktionen bei den Grünen
ehrenamtliche Funktionen im WDV der Kindergruppen, Ätsch Schule, Netzwerk freier Schulen, Elternvereine
dzt. Geschäftsführerin Netzwerk freier Schulen
Obfrau Wiener DV der Alternativschulen
VorsitzendeStvin EFFE-Österreich
KassierinStv. und SGA Elternverein HTL Spengergasse
Fragen & Antworten
Was ist deine Motivation dich im Rahmen der Wiener Grünen politisch aktiv zu engagieren?
Politische Aktivitäten haben schon lange mein Leben begleitet – mit der ersten Wende Schwarz-Blau waren die Grünen die einzige Partei, die dem rechten Lager Gegenpositionen zu bieten hatte. Wir Grüne wollen nachhaltig, gemeinschaftlich und lösungsorientiert gestalten, gleiche Chancen ermöglichen, Ungerechtigkeiten bekämpfen. Für ein solidarisches und ökologisches Wien setze ich mich gerne ein!
Was sind die bestimmenden Herausforderungen für Wien in den nächsten 10 Jahren?
Viele Chancen für eine weltoffene Stadt wurden verpasst! Der öffentliche Raum muss öffentlich nutzbar sein, ein respektvoller, achtsamer Umgang miteinander nach solidarischen und sozialen Grundsätzen muss gelebt werden. Bildung muss jedem zugänglich sein. Teilhaben darf kein Schlagwort sein. Wien soll die Stadt der Teilhabe und Chancengerechtigkeit sein.
Was ist deine ungewöhnlichste/innovativste Idee die Herausforderungen zu bewältigen?
BürgerInnenbeteilung auf allen Ebenen. Die jeweils Betroffenen sollen bei der Gestaltung von Parks und Straßen mitentscheiden. SchülerInnen gestalten ihre Schule inhaltlich und organisatorisch mit. Dafür brauche ich Transparenz und Information. Wer mitgestaltet trägt Mitverantwortung und nimmt seine Rechte und Pflichten in Anspruch.
Frag mich was!
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Gesetzt den Fall, die SPÖ verliert die absolute Mehrheit im Gemeinderat: Welche Taktik sollten die Grünen deiner Meinung nach dann einschlagen?
Hallo! Wie siehst du das aktuelle Tabakgesetz (im Hinblick auf die Gastronomie)? Wie findest du dessen aktuelle Umsetzung in Wien? Hast du vor, in diesem Bereich aktiv zu werden bzw. hast du in der Vergangenheit diesbezüglich etwas getan? Diese Frag geht an Kandidaten zu den Themen Arbeit, Soziales und Gesundheit.
Lieber User 1, Wir tendieren in den letzten Jahren immer mehr dazu, alles zu reglementieren und neue Gesetze und Strafen zu schaffen. Alles unter dem vermeintlichen Deckmantel, das Beste zu wollen.Ich stehe dazu, dass es einen NichtraucherInnenschutz geben muss, und dass in jedem Fall in öffentlichen Gebäuden und überall da wo man hingehen muss nicht geraucht werden soll. Aber ich stehe auch für ein selbsbestimmtes Leben, wo ich meine Entscheidungen treffen kann. Deshalb setze ich in erster Linie auf Prävention und Aufklärung schon in sehr jungen Jahren. Kinder sollen schon auf kindgerechte Art darauf aufmerksam gemacht werden, dass JEDE Sucht eine Krankheit ist und es schwer ist davon weg zu kommen sowie auf die weitreichenden Folgen dieser Krankheiten hingewiesen werden. Aber das wichtisgte ist, dass man schon die Ursachen der Sucht erkennt und in den Griff bekommt. Deshalb ist es notwendig, Kinder und junge Menschen zu stärken und ihr Selbstwertgefühl zu heben sowie ihnen Wege zu zeigen, wie sie mit schwierigen Situationen umgehen können, wie sie Stress und Druck bewältigen können oder sich Gruppenzwängen nicht unterziehen zu müssen. Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, dass zwar bei generellen Rauchverboten vorerst der Zigarettenkonsum abnimmt, aber danach wieder steigt(Italien), bzw. dass Nischen gefunden werden, bzw. private „Clubs“ gegründet werden (USA). Die gesetzl. Regelung jetzt ist recht undurchschaubar und schwer umsetzbar. Meiner Meinung nach sollten kleine Lokale sich entscheiden, ob sie RaucherInnen- oder ein NichtraucherInnenlokal sein wollen, größere Lokale ebenso bzw. wenn ein RaucherInnenbereich vorgesehen sein soll, dann soll dieser klar räumlich getrennt vom NichtraucherInnenbereich sein, aber auch gut belüftet und menschenwürdig.


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