Bio

43 Jahre

Wohnort: Rudolfsheim-Fünfhaus

  • Geboren in Villach
  • Diplomierte Sozialarbeiterin
  • 12 Jahre aktiv im NGO Bereich
  • Chinesische TCM Therapeutin
  • 2000 bis 2002 bei der AUGE
  • Seit 2002 bei den Wiener Grünen, aktiv seit 2003 v.a. als Bezirksrätin und Klubobfrau im 15. Bezirk
  • Mutter von 2 Kindern


Lebensstationen

Vom Bahnhofsozialdienst der Caritas zur Arge Wehrdienstverweigerung; dann Leitung der Ausstellung Vernichtungskrieg bis zur Volxtheatherkarawane; jetzt strategische Entwicklung der Grünen mit den Schwerpunkten Soziales, Bezirksentwicklung und Einsatz gegen den Machtmissbrauch der SPÖ im 15. Bezirk


Fragen & Antworten

Was ist deine Motivation dich im Rahmen der Wiener Grünen politisch aktiv zu engagieren?

Es macht einfach Sinn, die politischen Rahmenbedingungen für das Zusammenleben der Menschen in der Stadt zu ändern und sich weder an Armut noch an die bestehenden Machtverhältnisse zu gewöhnen. Die Auseinandersetzung über mögliche Lösungen zu führen sowie konkrete Ideen und Projekte umzusetzen, immer wieder neues zu entwickeln: das ist bei uns Grünen möglich, hier kann ich einen Beitrag leisten.

Was sind die bestimmenden Herausforderungen für Wien in den nächsten 10 Jahren?

Veränderte Lebensrealitäten brauchen neue Perspektiven und auch wir Grüne entwickeln uns weiter. Die Nöte der Menschen nehmen nicht nur durch Wirtschaftskrisen sondern auch durch die Feigheit der Großparteien zu. Professionelle Hilfe wird zurückgedrängt. Es gibt immer weniger Platz, eigene Lebensräume zu gestalten. Parteien und Medien sind von Alternativen nicht überzeugbar, Menschen schon.

Was ist deine ungewöhnlichste/innovativste Idee die Herausforderungen zu bewältigen?

Geprägt von der Arbeit als Klubobfrau im 15., bin ich von der Idee der Grätzelzentren überzeugt. Ein Ort, an dem wir uns ein Stück des öffentlichen Raumes zurückholen können, an dem Möglichkeiten zur Innovation und Gestaltung der eigenen Lebenswelt entstehen. Ebenso soll in den Zentren konkrete Hilfe für Menschen in Notlagen angeboten werden und ExpertInnen die Möglichkeit haben sich zu vernetzen.

 

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Open-ID User 1 fragte 7.11.2009

Hallo! Wie siehst du das aktuelle Tabakgesetz (im Hinblick auf die Gastronomie)? Wie findest du dessen aktuelle Umsetzung in Wien? Hast du vor, in diesem Bereich aktiv zu werden bzw. hast du in der Vergangenheit diesbezüglich etwas getan? Diese Frag geht an Kandidaten zu den Themen Arbeit, Soziales und Gesundheit.

 
Birgit Hebein
Birgit Hebein antwortete 9.11.2009

Hallo! JedeR soll selbst entscheiden ob er oder sie raucht. Dass dies gesundheitliche Folgen hat ist unbestritten. Auch ich bin Raucherin und kann nicht mehr den Berg hinauf rennen wie früher. Darauf bin ich nicht stolz, so ist es. Aktuelle Zahlen von Jugendlichen in 24 OECD Ländern zeigen auf, dass Österreich den höchsten Wert hat: 24 Prozent der 15-jährigen Burschen und 30 Prozent der gleichaltrigen Mädchen griffen in den Jahren 2005 und 2006 regelmäßig zur Zigarette. Hier in Aufklärung über Folgen zu investieren, hielte ich für wichtig. Grundsätzlich soll niemand gezwungen sein, mitrauchen zu müssen! Rauchverbote z.B. in öffentlichen Gebäuden, am Arbeitsplatz usw. machen Sinn. In der Gastronomie ist es schwierig. In Österreich müssen nach dem neuen Tabakgesetz Lokale über 80 Quadratmeter ein RaucherInnenzimmer einrichten, wenn sie den Griff zur Zigarette erlauben wollen. Gaststätten unter 50 Quadratmeter Größe dürfen frei entscheiden, ob sie den Gästen das Rauchen verbieten möchten. Bei Betrieben zwischen 50 und 80 Quadratmetern Größe urteilen über eine räumliche Trennung. Ob dies sinnvoll und wirklich durchführbar ist, wage ich zu bezweifeln. Ein Kellner aus dem Cafe Ritter z.B. klagte unlängst über den Rauch und seine Arbeitsbedingungen, das verstehe ich. In der Praxis erlebe ich oft den Gruppendruck der RaucherInnen auf NichtraucherInnen sich gemeinsam in den RaucherInnenbereich zu setzen. Wir versuchen gerade ein Projekt „Kreativraum für Jugendliche“ auf die Beine zu stellen und auch hier gibt es unterschiedliche Einschätzungen zum Thema Rauchbereich ja oder nein. Das Stand der Diskussion der beteiligten SozialarbeiterInnen ist im Moment, keinen Rauchbereich zu schaffen und bei Festen u.ä. mit den Jugendlichen Ausnahmen definieren. D.h. kurz zusammengefasst, es macht Sinn wirkliche RaucherInnen und NichtraucherInnen Bereiche in Lokale zu schaffen, ohne, dass dies auf Kosten der kleinen Betriebe bzw. der Angestellten geht. Bei der Forderung nach einem radikales Rauchverbot gibt es widersprüchliche Angaben, einerseits gehen Herzinfaktrisiko grundsätzlich zurück (z.B. Irland) andererseits geht der Rauchkonsum zunächst zurück und steigt dann wieder an (wie z.B. in Italien). Ich bin mir sicher, dass trotz bestehendem Tabakgesetz auch bei uns weitere Diskussionen folgen werden. Ich bin in diesem Bereich nicht aktiv, aber interessiert und bei meiner konkreten Arbeit als Grüne in unserem Bezirk damit konfrontiert.

 
nirobe fragte 27.10.2009

liebe frau hebein! ich gratuliere ihnen zum erfolg in der schulsozialarbeit! bezüglich dieser habe ich noch zwei fragen: können sich schülerInnen an schulsozialarbeiterInnen wenden, wenn sie probleme mit mitschülerInnen auf dem schulweg haben? wo erfahre ich, an welcher schule schulsozialarbeit angeboten wird? vielen dank!

 
Birgit Hebein
Birgit Hebein antwortete 28.10.2009

Hallo und vielen Dank! Ja, SchülerInnen können sich anonym, jederzeit und vertrauensvoll auch bei Problemen an Schulwegen an die SozialarbeiterIn ihrer Schule wenden. Diese versucht, je nach dem, direkt zu vermitteln (bei Streit), Projekte zu initiieren (bei Gruppenkonflikten) und z.B. bei einer Familienproblematik mit Elternhaus und Beratungsstellen zu kooperieren. Jetzt ist seitens der Stadt Wien ein Pilotprojekt mit sehr bescheidenen Mitteln geplant, die zunächst nur eine (!) SozialarbeiterIn für alle Schulen bzw. Mittelschulen pro Bezirk einsetzt. An welcher Schule wird voraussichtlich bis Dezember bekanntgegeben. Mein Ziel ist es, an jeder Schule ein Team an ExpertInnen wie z.B. in Finnland einzusetzen.