Bio

38 Jahre

Wohnort: Hietzing

  • Seit 2009 Mitglied des Landesvorstandes der Wiener Grünen
  • Seit 2005 Grüne Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete in Wien
  • 2000-2005 Fachreferentin für Stadtplanung, Architektur und Bauen im Grünen Rathausklub
  • 2003 Delegierte der Wiener Grünen zum Bundeskongress

  • Seit 2005 Lehrauftrag TU Wien, Institut für Städtebau
  • 2003/4 Lehrauftrag TU Wien, Institut für Wohnbau
  • 1999 Diplom Architektur
  • Erasmus Studienjahr Landschaftsplanung (Angers, F)
  • Studium Architektur Technische Universität Wien (TU Wien)
  • Erich Fried Gymnasium Wien 9
  • Geboren 1972 in Wien

Fragen & Antworten

Was ist deine Motivation dich im Rahmen der Wiener Grünen politisch aktiv zu engagieren?

Wien ist eine wunderbare Stadt, die kulturelle Vielfalt und unterschiedlichste Landschaftsräume bietet. Ich sehe diese Besonderheiten gefährdet, weil die SPÖ offensichtlich den Blick für diese Qualitäten verloren hat. Unsensibel werden Grün- und Freiräume zerstört, das kulturelle Leben dem schnellen Profit geopfert. Ich will diese Tendenzen aufzeigen und die positive Entwicklung Wiens gestalten.

Was sind die bestimmenden Herausforderungen für Wien in den nächsten 10 Jahren?

Wirtschaftskrise & soziale Folgen - Jobs & Grundsicherung für alle. Demografische Entwicklung & Vereinsamung vieler Menschen. Integrationspolitik als Chance. Stadtentwicklung ohne Schlafstädte. Lebensqualität für alle, d.h. leistbaren Wohnraum mit Grünraum, Licht, Sonne, Ruhe. Chancengleichheit im Bildungsbereich. Beste Gesundheit und Pflege unabhängig vom Kontostand. Umweltfreundliche Mobilität.

Was ist deine ungewöhnlichste/innovativste Idee die Herausforderungen zu bewältigen?

Mit Optimismus, Engagement, Teamfähigkeit auf unterschiedlichen Ebenen am Rädchen zu drehen, um die oben genannten Entwicklungen zu beeinflussen. zB Für soziale und kulturelle Zwecke bedarf es an Räumen. Etliche Bauplätze und ungenutzte Gebäude stehen jahrelang leer. Anreize schaffen, finanziell und organisatorisch, diese der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen - identitätsstiftend u sinnvoll!

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Open-ID User 1 fragte 8.11.2009

Gesetzt den Fall, die SPÖ verliert die absolute Mehrheit im Gemeinderat: Welche Taktik sollten die Grünen deiner Meinung nach dann einschlagen?

 
Sabine Gretner
Sabine Gretner antwortete 9.11.2009

Ich habe in dieser periode sehr harte oppositionspolitik gemacht, vizebürgermeisterin laska musste aufgrund meiner arbeit im zusammenhang mit der causa riesenradplatz gehen. ich mache politik weil ich diese stadt verändern will. ich habe grundwerte und konkrete ziele und es geht darum diese zu vertreten und in wien konkret durchzusetzen. wir werden bestens vorbereitet, so wie es in demokratien üblich ist, versuchen diese ziele durchzusetzen, sei es in opposition - das können wir deutlich besser als die anderen in wien - oder -statt großkoalitionärem stillstand- als ernstzunehmende partner in einer regierung. über den tisch ziehen, lass ich mich aber sicher nicht, dazu kenn ich die spö einstweilen schon zu gut.

 
pseudonym fragte 5.10.2009

Wie findest du die erforderlichen Mehrheiten im Gemeinderat?

 
Sabine Gretner
Sabine Gretner antwortete 6.10.2009

die erforderliche mehrheit geht nur mit der spö, das heisst "steter tropfen" und verbündete suchen auf allen ebenen. da muss man beharrlich und geduldig sein...

 
pseudonym fragte 5.10.2009

Welche Anreize willst du schaffen (finanziell und organisatorisch), um leerstehende Bauplätze u. ungenutzte Gebäude der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen? Wie findest du die erforderliche ...

 
Sabine Gretner
Sabine Gretner antwortete 6.10.2009

bezüglich der bauplätze bekam ich auf meinen antrag die antwort, dass das in einzelfällen ja durchaus funktioniert. mein vorschlag die grundstücksteuer zu mindern, wenn jemand die fläche für die allgemeinheit öffnet, wurde abgelehnt mit der begründung das sei zu schwierig zu administrieren. ich denke jede änderung/ umstellung bedeutet anfangs mehraufwand, der nutzen daraus ist aber langfristig sicher da und auch nicht unbedingt aufwendiger, wenns mal läuft. die stelle "mehrfachnutzung" die das jetzt in der stadt gut macht, ist aber meiner meinung auch total unterbesetzt. eine person für ganz wien, da geht natürlich viel zu wenig weiter. da würde ich aufstocken und mehr kompetenzen übertragen, dann ginge da auch kurzfristig mehr weiter.

 
pseudonym fragte 5.10.2009

Wieviel von den 10 Ideen für mehr Platz in Wien willst du in den nächsten 10 Jahren realisieren? Wie gehst du konkret vor?

 
Sabine Gretner
Sabine Gretner antwortete 6.10.2009

ich denke machbar wäre alles in den nächsten 5 Jahren, allerdings nur mit einer absoluten grünen mehrheit. :) in anbetracht der absoluten spömehrheit bis zur wahl, denke ich der erste wichtige schritt ist die bevölkerung zu sensibilisieren. ich denke nur wenn die idee breit getragen unterstützung findet, kann man auch aus der opposition politischen druck aufbauen und kommt so weiter. diverse anträge zu einzelthemen haben wir schon gestellt, das heisst die diskussion ist in den ausschüssen ( planung und wohnen) schon gestartet und der ein oder andere beamte bzw. stadtrat sensibilisiert. da muss ich weiterhin überzeugungsarbeit leisten. am weitesten sind wir sicher bei punkt 10 - den gärten für alle, hier gibt es schon pilotprojekte der zivilgesellschaft und wir arbeiten daran im donaufeld ein weiteres auf die beine zu stellen. auch bei punkt 9 der gebrauchsabgabe hat schicker schon positive singnale gegeben. also in den nächsten 10 jahren sollten fast alle punkte auch aus der opposition umindest mit pilotprojekt reakisierbar sein. pro kind die fläche eines parklatzes zum spielen in allen bezirken wird die messlatte sein, das sollte doch eigentlich nicht so schwierig und abwegig sein.

 
alfi fragte 4.10.2009

"Unsensibel werden Grün- und Freiräume zerstört, das kulturelle Leben dem schnellen Profit geopfert." Wenn du das bisher nicht verhindern konntest, wie willst du es dann in Zukunft verhindern?

 
Sabine Gretner
Sabine Gretner antwortete 5.10.2009

das ein oder andere konnte ich verhindern, bspw. bei einer neuen flächenwidmung mit hilfe vieler bewohnerInnen die zerstörung des waldes rund um die steinhofkirche, oder beeinflussen zB am hackenberg im 19. oder besser gestalten, bspw. den neuen §69 der wiener bauordnung. jedenfalls ist aus der opposition heraus schon einiges beeinflussbar- wichtig dabei : kritisch hinterfragen, aufdecken, medial dranbleiben, bewusstsein schaffen, kommunizieren, so dass es kein zweitesmal passiert und die verantwortlichen sich es dreimal überlegen bevor sie wieder so agieren, oder sie, wie bspw. im fall riesenradplatz und grete laska, schon frühzeitig in pension sind...